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Wohnungen für Jung und Alt im Mörike Karree, Wiesbaden

23.07.2014  |  Wiesbadener Kurier


Radikaler Abriss statt Sanierung mit kaum zu überschauenden Unwägbarkeiten. Dafür, dass im Dichterviertel, im Straßengebiet Wieland-, Fontane-, Rosegger- und Wilhelm-Hauff-Straße ein neues „Mörike Karree“ genanntes Wohnquartier entstehen kann, investiert die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Wiesbaden 1950 (Geno 50) circa 23 Millionen Euro. „Selbst bei der besten und gründlichsten Sanierung und Modernisierung hätten wir grundlegende Schwächen der vorhandenen Bausubstanz, so im Bereich der Schallisolierung, der Wohnungsgrundrisse sowie der permanenten Parknot nicht beseitigen können,“ begründetet Geno-Vorstandsmitglied Uwe Ricke-Alder die Investition. Dafür kann Ricke-Alder ab Ende 2017, wenn der letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein wird, modernes, barrierefreies Wohnungen und dazu auch für diese Wohnqualität bezahlbare Mieten in Höhe von zehn bis elf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter ankündigen. Die 125 Wohnungen werden weitestgehend neu vermietet werden, nachdem die Mieter der Abrisshäuser in anderen Wohneinheiten der Geno 50 untergebracht wurden, beziehungsweise es noch werden. Vergabe-Voraussetzung für die Neuwohnungen ist der Beitritt zur Genossenschaft. Der Mindestanteil beträgt dafür zurzeit 160 Euro zuzüglich eines einmaligen Eintrittsgeldes von 15 Euro.

Verteilt auf ca. 10.000 Quadratmeter Gesamtwohnfläche werden 57 bis zu 60 qm große Zwei-Zimmer-Wohnungen gebaut, 46 Drei-Zimmer-Wohnungen die zwischen 76 und 92 Quadratmeter groß sind, sowie 22 etwa 100 Quadratmeter messende Vier-Zimmer-Wohnungen. „Generationen übergreifend“ nennt Ricke-Alder die gewünschte Zielgruppe : vom Single über Familien bis zu Senioren.

Aus der sowieso nur noch als Autoparkplatz genutzten Mörikestraße wird nach deren bereits erfolgter Umwidmung und Ankauf durch die Geno 50 eine öffentlich zugängige Gemeinschaftsfläche in Gestalt einer Spiel- und Begegnungsstraße mit durchgehender Begrünung. Da es die Mörikestraße also in Zukunft nicht mehr geben wird, wurde der schwäbische Dichter und Lyriker Eduard Mörike als Namensgeber für das neue Karree gewählt. „Es wird im Mörike Karree aber auch ruhige Innenhöfe geben für genossenschaftliches Miteinander von Wohnen und Leben“ kündigt Ricke-Alder an. Den im gesamtes Dichterviertel erheblichen Parkraumdruck soll eine Tiefgarage mit 126 Stellplätzen zumindest nicht noch weiter ansteigen lassen.