Plan B Architekten & Ingenieure
Alsenstraße 8
55252 Mainz-Kastel

Telefon +49 (0)6134 93172 - 00
Fax +49 (0)6134 93172 - 18

info@planb-architekten.de

Neubau trägt den Namen „Otto-Montreal-Haus“

29.03.2016  |  Wiesbadener Kurier


25 Tagesförderplätze für schwerstmehrfachbehinderte Menschen hat der Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis (wfb) in der Hagenauer Straße geschaffen. Dass der Neubau den Namen Otto-Montreal-Haus trägt, ist eine Würdigung des langjährigen Vereinsvorsitzenden.

„Großzügig bemessene Räume, aber auch kleinere, die Geborgenheit geben. Dazu Terrassen, die zum Aufenthalt in der Sonne einladen“. Es schwingt durchaus Stolz mit, wenn wfb-Geschäftsführer Klaus Dreher durch die neue Tagesförderstätte führt. Zwei Behindertengruppen sind bereits eingezogen. „Bald werden sämtliche Räume mit Leben erfüllt sein“, kündigte Dreher an.

Der Verein

Der 1973 gegründete Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis hat sich die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben sowie die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft zur Aufgabe gesetzt. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen sowohl innerhalb als auch außerhalb der vom Verein betriebenen fünf Werkstätten in Wiesbaden und dem Umland. Derzeit werden 700 Menschen betreut.

Durchdachte Details

Auf 750 Quadratmetern Grundfläche besteht die Tagesstätte aus vier großen Gruppenräumen, Rolli-Toiletten, Pflegebädern und einem kleineren Ruhe- und Differenzierungsraum. Sorgfältig durchdachte Details, die nicht unbedingt gleich ins Auge springen, prägen den Bau.

Ein orangefarbener, auffallender Streifen auf dem Bodenbelag der Flure ist weniger als Designelement gedacht, er soll Menschen mit Handicap vielmehr Orientierungshilfe sein. Türen öffnen sich sensorgesteuert und sind zusätzlich mit Schutzvorrichtung versehen, die das Einklemmen der Finger verhindert.

Dämmung, automatische Beleuchtungssteuerung und programmierbare Energiesteuerung sowie Schalldämmung des bezuschussten 1,5-Millionen-Euro-Projektes entsprechen den Regeln des Projektes Ökoprofit der Stadt Wiesbaden. Zufrieden verwies Geschäftsführer Dreher auch auf Planungsdauer und Ausführung der Einrichtung. Insgesamt habe das alles nicht mehr als zwei Jahre gebraucht.

In einer kleinen Laudatio blickte Gerhard Hofmann, der Erste Vereinsvorsitzende, auf die Anfangsjahre der Wiesbadener Behindertenhilfe zurück und den mit Expansion verbundenen Aufschwung der vergangenen 40 Jahre, der ohne die Gestaltungskraft Otto Montreals an der Vereinsspitze nicht denkbar gewesen wäre. „Tätigkeiten, die nur mit dem besonderen Engagement und der tiefen Verbundenheit von Otto Montreal mit der Behindertenarbeit zu erklären sind“, sagte Hofmann.

Begrüßungsworte gab es auch vom Biebricher Ortsvorsteher Kuno Hahn. Der Stadtteil sei schon immer stolz auf die Werkstatt für Behinderte gewesen. Der Erweiterungsbau bedeute einen weiteren, konsequenten Schritt, Schärfe aus dem Leben von Menschen zu nehmen, die besonderer Unterstützung bedürfen.